Zuzahlungsregelungen (01.01.2004)

Arzneimittel

Entscheidend für die Höhe der Zuzahlungen ist der Arzneimittelpreis:

Arznei-
mittel-
preis
bis 50 € 50 - 100 € über 100 €
Zuzahlungen Mindest-
zuzahlung
5 €
Zuzahlung 10%
5 - 10 €
Höchst-
zuzahlung
10 €
Quelle: Deutscher Bundestag 26.09.2003

Im Prinzip sind nur noch rezeptpflichtige Medikamente erstattungsfähig. Bei bestimmten schweren Erkrankungen werden jedoch auch rezeptfreie Arzneimittel von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Auf einer Ausnahmeliste sind bestimmte Wirkstoffe und die entsprechenden Erkrankungen genannt - auch einige pflanzliche und homöopathische Heilmittel sollen betroffenen Patienten erstattet werden.

Hilfsmittel
Die Regelung für Arzneimittel gilt grundsätzlich auch für Hilfsmittel. Für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel gilt eine Zuzahlung von 10 Prozent des Preises, jedoch höchstens 10 € für den Monatsbedarf je Indikation.

Praxisgebühr
Für einen Arztbesuch ohne Überweisungsschein müssen Sie ab 1. Januar 2004 einmal im Quartal 10 € bezahlen. Bekommen Sie vom ersten Arzt im Quartal Überweisungsscheine für einen anderen Arzt ausgestellt, so müssen Sie dort nicht noch einmal bezahlen.

Überweisungen darf jeder Arzt ausstellen, also auch die Fachärzte. Sie müssen vorab keinen anderen Arzt oder Hausarzt aufsuchen.

Die Praxisgebühr muss auch in Notfällen und bei Aufsuchen der Notambulanzen in den Krankenhäusern gezahlt werden. Ohne Zuzahlungen ist eine Behandlung nur in bedrohlichen Notfällen möglich, die Gebühr muss dann jedoch nachträglich bezahlt werden.

Für Vorsorgeuntersuchungen fällt nur dann keine Praxisgebühr an, wenn diese Vorsorgeuntersuchung ein Teil der Leistungen Ihrer Krankenkasse ist. Verschiedene wichtige Vorsorgeuntersuchungen wie Hautkrebsvorsorge oder Glaukomvorsorge werden in den meisten Gebieten Deutschlands jedoch von keiner Kasse übernommen.

 
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